Zum Durchklicken

Eine Hand Texas Hold’em von den Blinds bis zum Showdown

Sechs Plätze, ein gemischtes Paket und festgelegte Einsätze: wie der Pot durch vier Setzrunden wächst und wer ihn am Ende bekommt.

  1. Vor der ersten Karte zahlen Platz 1 und Platz 2 die Blinds: 1,50 € liegen im Pot.

    Das Beispiel spielt an sechs Plätzen, der Dealer-Button liegt bei Platz 6. Die beiden Plätze links davon zahlen Pflichteinsätze: Platz 1 den Small Blind von 0,50 €, Platz 2 den Big Blind von 1 €. Ohne diesen Anreiz könnte jeder so lange passen, bis er zwei Asse erhält – das geschieht im Schnitt nur in einer von 221 Händen. Nach jeder Hand wandert der Button einen Platz weiter.

  2. Zwölf Karten, einzeln im Uhrzeigersinn ab Platz 1: Jeder Platz hält zwei verdeckte Karten.

    Das Paket mit 52 Karten ist mit festem Startwert gemischt, die Reihenfolge ist also zufällig, aber jederzeit wiederholbar. Platz 1 links vom Button erhält die erste Karte, dann geht es reihum, bis jeder zwei Karten hält. 40 Karten bleiben im Paket. Aus 52 Karten lassen sich 1.326 verschiedene Starthände bilden. Damit Sie den Ablauf verfolgen können, zeigt das Bild alle Karten offen; am Tisch kennt jeder nur seine eigenen.

  3. Preflop: Platz 6 erhöht auf 3 €, Platz 2 und 4 gehen mit, im Pot liegen 9,50 €.

    Die erste Setzrunde beginnt links neben dem Big Blind. Platz 3 steigt aus, Platz 4 geht mit 1 € mit, Platz 5 steigt aus, Platz 6 erhöht auf 3 €. Platz 1 gibt auf und lässt seine 0,50 € im Pot. Platz 2 und Platz 4 zahlen je 2 € nach. Drei Plätze sind noch dabei. Die Einsätze sind für das Beispiel festgelegt, die Karten kommen aus dem gemischten Paket.

  4. Flop 9♦ 3♥ 3♣: Platz 4 setzt 5 €, Platz 6 geht mit, Platz 2 steigt aus.

    Der Croupier legt eine Karte verdeckt beiseite und dann drei Gemeinschaftskarten offen in die Mitte. Ab jetzt spricht zuerst, wer links vom Button noch dabei ist. Platz 2 schiebt, Platz 4 setzt 5 €, Platz 6 geht mit, Platz 2 steigt aus. Im Pot liegen 19,50 €, im Paket noch 36 Karten. Das Paar Dreien in der Mitte zählt für alle, die noch spielen.

  5. Turn K♣: Beide schieben, der Pot bleibt bei 19,50 €.

    Wieder geht eine Karte verdeckt beiseite, dann kommt die vierte Gemeinschaftskarte, der König in Kreuz. Platz 4 schiebt, Platz 6 schiebt ebenfalls. Schieben heißt: kein Einsatz, solange in dieser Runde noch niemand gesetzt hat. Die Setzrunde endet ohne neues Geld, der Pot bleibt bei 19,50 €. Im Paket liegen jetzt noch 34 Karten.

  6. River K♥, Showdown: Beide halten zwei Paare Könige und Dreien, der Bube schlägt die Zehn.

    Die fünfte Karte ist der König in Herz. Platz 4 setzt 10 €, Platz 6 geht mit, der Pot wächst auf 39,50 €. Beide decken auf, jeder bildet sein bestes Blatt aus fünf seiner sieben Karten. Könige und Dreien liegen in der Mitte, also entscheidet die fünfte Karte, der Kicker: Bube gegen Zehn. Platz 4 erhält den Pot, nach 18 € eigenem Einsatz ein Plus von 21,50 €.

  7. Das beste Blatt bekam nichts: Platz 3 stieg vor dem Flop aus und hätte ein Full House gehabt.

    Beim Poker gewinnt nicht automatisch das beste Blatt, sondern wer am Ende den Pot bekommt. Platz 3 hielt 8♦ 3♦ und gab vor dem Flop auf. Mit den fünf Gemeinschaftskarten wäre daraus ein Full House geworden, drei Dreien und zwei Könige. Drei der vier ausgestiegenen Plätze hätten Platz 4 geschlagen. Wer aussteigt, verliert seinen Anspruch auf den Pot, ganz gleich, was die Karten später ergeben hätten.

  8. Alle 2.598.960 Blätter aus fünf Karten durchgezählt: 4 Royal Flushs, 3.744 Full Houses – wie in der Tabelle.

    Den Showdown hat eine Bewertung entschieden, die jedes Blatt in die feste Rangfolge einordnet. Zur Gegenprobe bewertet sie jedes mögliche Blatt aus fünf von 52 Karten, alle 2.598.960. Heraus kommen 4 Royal Flushs, 36 Straight Flushs, 624 Vierlinge, 3.744 Full Houses, 5.108 Flushs und 10.200 Straßen bis hinunter zu 1.302.540 Blättern mit höchster Karte. Jede Zahl stimmt mit der Tabelle im Ratgeber überein.

Quellen

Zurück zum Ratgeber: Poker

Nach oben